Die animation-school-hamburg bietet Qualifizierungen für die Bereiche 2D- und 3D-Animation an. Vom 1.5.2009 an differenzieren wir unser Angebot weiter.
 
Allgemeines
Zielgruppe aller unserer Qualifizierungen sind Personen mit Berufserfahrungen im Zeichen- bereich, Absolventen und Absolventinnen einer grafischen oder vergleichbaren Ausbildung sowie außerordentliche zeichnerische Talente (auch ohne Voraussetzungen für einen Hochschulzugang). Altersbeschränkungen existieren an unserer Schule nicht. Die Unterrichtszeit pro Woche beträgt 30 Stunden. Die Gebühren betragen pro Monat Euro 250.-
 
2D-Animation (1.5.2009 – 30.4.2010)
In einer 12 monatigen Qualifizierung werden 10 Personen im Bereich Animationsdesign ausgebildet.
Storytelling
Layout (Character design, Background,
    animation & camera layout)
Storyboard
Animation/ Assistance
Cell painting
Compositing
Postproduction
Life Drawing

Die Qualifizierung ist gegliedert in 6 Monate Grundstudium und 6 Monate Projektphase. In der Projektphase produzieren Sie einen Trickfilm (ca. 3 Minuten) im Team.
 
3D-Animation
Wir haben unser Angebot in Module von je 3 Monaten Dauer unterteilt. Gegenwärtig bieten wir an:
 
Modul - Modelling (1.5.2009 – 31.7.2009)
Im Modelling-Lehrgang werden die Design-Prinzipien sowie die Techniken der 3-dimen- sionalen Modellierung von Charakteren, Sets und Props vermittelt. Zu diesem Zwecke wird anfangs besonders auf handgezeichnete bzw. aus spezieller Modelliermasse erstellte Entwürfe Wert gelegt, um so praxisnah wie möglich auf die Anforderungen einer Produktion vorzu- bereiten und um ein Feingefühl für Form und Volumen zu entwickeln. Für das praktische Modellieren am Rechner ist neben den Design-Prinzipien ein tief greifendes Verständnis vektor-geometrischer mathematischer Grundlagen erforderlich. Es werden die unterschiedlichen 3D-Objektarten besprochen. Dazu zählen die so genannten Freiformflächen & -kurven (sog. Nurbs-Objekte), die Sub-Surface-Flächen sowie die Polygon-Objekte. Auf den letztgenannten wird der Schwerpunkt liegen: Ziel dieses Moduls ist es, dass Sie am ein individuelles Modelling- Reel erstellen, in dem gezeigt wird, dass sie in der Lage sind, nach Designvorgaben möglichst schnell verschiedenste Charaktere, Sets und Props zu modellieren.
 
Modul - Animation I (1.5.2009 – 31.7.2009)
Es werden alle nötigen theoretischen und praktischen Grundlagen der Animation mit ihren klassischen Prinzipien wie Stretch&Squash, Timing, Anticipation, Staging, Follow Trough & Overlapping Acting, Straight Ahead Action & Pose to Pose Action, Slow-In & Slow-Out, Arcs, Exaggeration, Secondary Action, Appeal sowie Strong Silouettes vermittelt und in auf einander folgenden in Komplexität und Schwierigkeit graduiert steigenden Übungen einzeln geschult. Zu diesem Zwecke werden Animations-Rigs zur Verfügung gestellt, die je nach Bedarf in ihrer Funktionalität stetig erweitert werden. Neben der Technikschulung am Rechner wird es parallel dazu ein zeichnerisches Training geben, bei dem gezielt unterschiedliche figürliche Posen in Form von Thumbnails zu erstellen sind. Als Abschluss und in Vorbereitung auf den Animationskurs II wird ein „Personality-Walk“ zu animieren sein, anhand dessen die sequenzielle Verfeinerung einer komplexeren Animation gezeigt wird. Zu diesen Schritten zählen das Thumbnailing, das Blocking sowie das Polishing. Ziel dieses Moduls ist es, dass Sie die Grundlagen der Animation verinnerlicht haben und in der Lage sind die Prinzipien der klassischen Animation auf unterschiedlichste Bewegungsabläufe anzuwenden. Dies wird durch das Erstellen eines Animations-Reels illustriert.
 
Modul - Animation II (1.8.2009-31.10.2009)
Im weiterführenden Teil der Animations- ausbildung wird auf den Grundlagen aus Modul-Animation I aufbauend in die Charakter-Animation eingeführt. Zu diesem Zwecke wird an diversen Beispielen aus der Geschichte der Animation, sowie aus Film & Fernsehen illustrativ aufgezeigt, wie die Prinzipien der Animation in einer ausdrucksstarken und kreativen Performance eingesetzt werden können und was diese im Besonderen ausmacht. Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt darin, die komplexen Mechaniken eines sich bewegenden menschlichen Körpers zu zeigen. Zum Zwecke des Selbststudiums werden an dieser Stelle die Möglichkeiten gezeigt, die sich aus sog. Video-Referenzen ergeben. Sind die Grundlagen in den Body-Mechanics sowie im Acting ausreichend trainiert wird abschließend das Lipsynch besprochen und der Kurs durch das Erstellen eines Monologes/ Dialoges beschlossen.
Ziel dieses Moduls ist es, dass Sie eine praxis- taugliche Fertigkeit bei der Erstellung von Charakter-Animationen erreicht haben. Dies impliziert besonders die sorgfältige und genaue Planung (Video-Referenz und Thumbnails) sowie die gezielte Anwendung sowohl der klassischen Animationsprinzipien als auch der Body- Mechanics. Dies wird durch das Erstellen eines Animations-Reels illustriert.
 
Modul - Rendering/Texturing
(1.8.2009-31.10.2009)
Das Modul Rendering/Texturing befasst sich mit den theoretischen Grundlagen sowie der praktischen Umsetzung sog. Bildsynthesen bzw. der Bildgenerierung von 3D-Szenen.
Eine 3D-Szene beschreibt sich durch ein virtuelles räumliches Modell, das diverse Objekte mit spezifischen Materialeigenschaften beinhaltet, unterschiedliche Lichtquellen definiert, sowie die Festlegung einer Blickrichtung des Betrachters erfordert (Positionierung und Ausrichtung einer virtuellen Kamera innerhalb des 3D-Raumes). Danach werden all diese Informationen mit Hilfe eines sog. Renderers (eigenständiges Programm innerhalb einer 3D-Anwendung) gebündelt, verarbeitet und als 2-dimensionale Abbildung in Form eines digitalen Bildes ausgegeben. Anschließend wird dieses Bild bzw. diese Bildsequenz im weiterführenden Verarbeitungsprozess (dem Compositing) finalisiert. Daraus ergibt sich eine Untergliederung in 3 Teilbereiche dieses Lehrmoduls: Shading, Lighting sowie Rendering/Compositing.
 
Shading
Ziel des Shading-Lehrgangs ist das Erlernen verschiedener Methoden zum Simulieren von unterschiedlichen Oberflächen und deren Materialeigenschaften. Da bei der Produktion eines Animationsfilms der Look eines Filmes durch sog. Concepts festgelegt wird, ist es unabdingbar das Shading jeder einzelner Objekte anhand dieser Referenzen gezielt umzusetzen. Dabei spielen verschiedene Mapping-Methoden eine Rolle, die alle innerhalb dieses Moduls besprochen werden. Dazu gehören beispielsweise das Texture-Mapping, das Bump-Mapping, das Displacement-Mapping sowie das Environment-Mapping.
 
Lighting
Das Lighting beinhaltet die verschiedenen Methoden zur Beleuchtung einer Szene und deren Objekte. Dazu gehört zum einen der gezielte kombinierte Einsatz unterschiedlicher Lichtquellen wie Spotlights, Directional-Lights, Volume-Lights oder Ambient-Lights etc.. Zum anderen werden den Absolventen filmtheoretische Aspekte der Beleuchtung im klassischen Sinne nahe gebracht, um die dramaturgische Wirkung vom Einsatz von Licht und Schatten zu erlernen.
 
Rendering/Compositing
In der Rendering-Lehreinheit werden die Methoden des Zusammenführens aller 3D-Bildinformationen zu einem digitalen Bild besprochen. Die Render-Programme die dabei mit ihren einzelnen Spezifikationen, Vor- & Nachteilen vergleichend betrachtet werden, sind Mental-Ray, der Maya-Scanline-Renderer, der Maya-Vector-Renderer sowie der vRay-Renderer. Da in der Praxis einer Filmproduktion das Rendern per se nicht impliziert, dass finale Bilder produziert werden, nimmt das Erlernen des Erstellens sog. Render-Passes einen hohen Stellenwert ein und kann nur durch zusätzliche Compositing-Tools wie Adobe Photoshop, Adobe After AfterEffects sowie EyeOn Fusion einheitlich und umfassend illustriert werden. Ziel ist es, dass Sie ein eigenes Show-Reel mit Arbeitsproben erstellen, welche zeigen, dass sie in der Lage sind eigenständig 3D-Szenen möglichst flexibel und individuell zu texturieren, auszuleuchten und den Vorgaben entsprechend zu rendern.
 
Modul - Rigging (Termin noch offen)
Im Rigging-Lehrgang werden die grundsätzlichen Werkzeuge erläutert, die nötig sind, um einfache Animationsrigs zu erstellen. Zu den grundlegenden Instrumenten im Bereich Rigging zählen das Erstellen sog. Joint-Ketten, das Weighting, bei dem eine 3D-Geometrie and die Joint-Ketten geknüpft, das Erstellen sog Controls, um die Jointketten benutzerfreundlich zu animieren u.ä. Ziel dieses Kurses ist es, dass Sie einen Einblick in den Aufbau und das Erstellen individueller Animations-Rigs erhalten und durch das Zeigen diverser Rigging-Techniken zu einer praxistauglichen Grundfertigkeit gelangen.

17. Dez 2009, 15:17
3D-Qualifizierung
Für unsere 3D-Kurse ab 1.8.2010 (3 Monate) sind noch Plätze frei. Themenabsprache (Modeling, Animation,...
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17. Dez 2009, 15:14
Bewerbungsfrist für 2D-Kurs 2010
Am 1.5.2010 beginnt unser nächster 2D-Kurs (12 Monate). Wir nehmen 10 Teilnehmer/-innen auf. Es sind...
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